Vertragskündigung bei der Hundehaftpflicht

Bei der Vertragskündigung unterschiedet man zwischen der ordentlichen Kündigung und der außerordentlichen Kündigung.

Der Versicherungsnehmer kann seinen Versicherungsvertrag zum Ablauf der Laufzeit kündigen. Hier spricht man von der ordentlichen Kündigung, welche besagt, dass die Kündigung mindestens drei Monate vor Ablauf schriftlich erfolgen muss. Dann ist die Kündigung fristgerecht und der Versicherer muss den Versicherungsvertrag zum Ablauf aufheben.

Sollte die Versicherungsgesellschaft die Prämie des Versicherungsvertrages aufgrund einer Prämienangleichung erhöhen und zwar ohne dass eine Änderung des Umfangs des Versicherungsschutzes erfolgt, hat der Versicherungsnehmer das außerordentliche Kündigungsrecht. Bei der außerordentlichen Kündigung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach dem Mitteilungseingang der Versicherungsgesellschaft schriftlich erfolgen.

Man muss beachten dass es für Verträge die vor dem 01.01.1991 geschlossen wurden, bzw. auch für Verträge die zwischen Januar 1991 und Juni 1994 abgeschlossen wurden, Sonderregelungen bezüglich der Kündigung aufgrund von Prämienerhöhungen gibt.

So muss sich die Prämie um mindesten 10 Prozent erhöht haben, bzw. um mindestens 20 Prozent in den letzten drei aufeinander folgenden Kalenderjahren. Dies gilt für Vertragsabschlüsse vor dem 01.01.1991. Eine Erhöhung um mindestens 5 Prozent muss erfolgen, um Verträge die im Zeitraum von Januar 1991 bis Juni 1994 abgeschlossen wurden, außerordentlich kündigen zu können.

Der Versicherte hat auch im Schadensfall das außerordentliche Kündigungsrecht. Dieses außerordentliche Kündigungsrecht hat aber im Schadensfall nicht nur der Versicherte, sondern auch die Versicherungsgesellschaft. Wurde aufgrund eines anerkannten Schadens eine Regulierung oder Ablehnung durch den Versicherer vorgenommen, kann der Vertrag von beiden Seiten innerhalb der Monatsfrist schriftlich gekündigt werden. Die Kündigung kann mit sofortiger Wirkung erfolgen oder zum Ablauf des Versicherungsjahres.

Wenn der versicherte Hund stirbt, erlischt der Vertrag aufgrund von Risikowegfall. In diesem Fall muss der Versicherungsnehmer keine Kündigung vornehmen. Die Meldung über den Tod des Hundes muss aber erfolgen.

Zum Schluss noch ein Tipp unsererseits. Senden Sie eine Vertragskündigung immer als Einschreiben, denn nur so können Sie auf Ihre fristgerechte Kündigung bestehen, sollte beim Versicherer keine Kündigung eingehen. Bei der Kündigung zählt auch nicht das Datum des Versands, sondern es zählt das Eingangsdatum beim Versicherer.