Schadensfall für die Hundehaftpflicht

Wenn ein Schaden entstanden ist, ist dieser der Versicherungsgesellschaft unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb einer Woche, schriftlich anzuzeigen. Sie als Tierhalter sind auch dazu verpflichtet alles zur Schadenminderung bzw. zur Abwehr des Schadens zu tun. Weiterhin dürfen Sie nie ohne Rücksprache des Versicherers einen Schadenersatzanspruch anerkennen oder sogar diesen befriedigen.
Sie müssen bei der Meldung des Schadens alle Umstände wahrheitsgetreu schildern, welche zum entstandenen Schaden geführt haben.
Der Versicherer wird dann den Schadenersatz prüfen, nach dieser Prüfung wird er entweder die Schadenersatzzahlung veranlassen oder es kommt zu einem Prozess über den Haftungsanspruch. In diesem Fall übernimmt der Versicherer dann auch die Prozessführungskosten.

Man unterscheidet zwischen Personenschäden, Sachschäden, Vermögensschäden und Mietsachschäden. Sollte ihr Hund eine Person beißen, so entsteht ein Personenschaden. Oder stellten Sie sich vor ihr Hund reißt sich von der Leine los und rennt über die Straße, dabei kommt ein Fahrradfahrer zu Fall. Der Fahrradfahrer zieht sich einen Armbruch und diverse Schürfwunden zu. Der Fahrradfahrer erleidet einen Personenschaden. Da aber sein Fahrrad ebenfalls beschädigt wurde, ist hier zusätzlich ein Sachschaden entstanden. Hier noch ein anderes Beispiel für einen Sachschaden: Ihr Hund fällt einen Passanten an und zerreist diesem die Hose. Hierbei ist dem Geschädigten dann ein Sachschaden entstanden.
Vermögensschäden sind eher selten. Ein Beispiel wäre wenn Sie in einem Geschäft einkaufen sind, haben Ihren Hund draußen angeleint und dieser knurrt und bellt sodass sich andere Leute nicht mehr trauen in das Geschäft zu gehen. So entsteht dem Inhaber des Geschäfts ein Vermögensschaden.
Die letzte Leistungsart sind die Mietsachschäden. Beispielsweise sind Sie mit Ihrem Hund im Hotel und dieser zerkratzt die Schlafcouch. Dann spricht man von einem Mietsachschaden.