Leistungen der Hundehaftpflichtversicherung

Die Leistungen der Hundehaftpflichtversicherung umfassen die Befriedung von berechtigten Ansprüchen, sowie die Abwehr von unberechtigten Ansprüchen. Versichert ist bei der Hundehaftpflichtversicherung der Hund und nicht der Halter. Dies bedeutet dass auch Versicherungsschutz besteht wenn eine andere Person mit dem versicherten Hund spazieren geht und der Hund hierbei einen Schaden verursacht. Im Schadensfall wird die Versicherung die Ansprüche wie. Z.B. Schadenersatzansprüche, des Geschädigten prüfen. Sind die Forderungen gerechtfertigt, reguliert die Versicherung den Schaden. Sind die Ansprüche aber unberechtigt, so ist die Versicherung auch für die Abwehr dieser unberechtigten Forderungen zuständig und übernimmt auch alle daraus entstehenden Kosten, wie z.B. Prozesskosten, sollte es dann zu einem Prozess kommen.

Bei den meisten Versicherern sind in der Hundehaftpflichtversicherung Personen-, Sach- und Vermögensschäden versichert und zwar bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
Bei mehreren Schäden innerhalb von einem Jahr gewähren die meisten Versicherer max. die doppelte Versicherungssumme.
Die Versicherungssumme sollte aufgrund der Haftungslage möglichst hoch gewählt werden, denn auch künftiges Vermögen kann im Schadensfall herangezogen werden. Es gibt aber auch Anbieter die die Möglichkeit der Mitversicherung von Mietsachschäden anbieten.

Versicherungsschutz ist in der Regel weltweit, auch Auslandsaufenthalte sind im Versicherungsschutz mit integriert. Innerhalb Europas sind die Auslandsaufenthalte in den meisten Fällen unbefristet versichert, wobei weltweite Auslandsaufenthalte nur für bis zu einem Jahr mit abgedeckt sind. Es gibt aber auch Anbieter welche den Auslandsaufenthalt auf maximal ein Jahr befristen, egal ob Europa oder Welt.

Da es keine Haftpflichtversicherung gibt die für alle Schäden gerade steht, gibt es natürlich auch bei der Hundehaftpflichtversicherung diverse Ausschlüsse. So kann man Hunde die gewerblich und/oder betrieblich verwendet werden in der Regel nicht versichern. Weiterhin sind vorsätzlich herbeigeführte Schäden nicht versichert, sowie Eigenschäden, also Schäden am Eigentum oder an der eigenen Person.

Die Versicherungsgesellschaften bieten in der Regel für bestimmte Hunderassen keinen Versicherungsschutz an. Man spricht hierbei von den Kampfhunderassen. Hierzu gehören American Staffordshire Terrier, Bordeux Dogge, Pitbull, Staffordshire – Bullterrier, Mastino Napolitano, Mastino Espanol, Fila Brasileiro, Shar Pei, Bandong, Tosa Inu, Bullmastiff, Kangal, Kaukasicher Owtscharka. Auch Hunde die aus Kreuzungen mit den vorstehenden Rassen hervorgehen sind meistens nicht versicherbar bzw. anfragepflichtig.